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Sprachen in Luxemburg
« Sprachwissenschaftliche und literarhistorische Beschreibung einder Triglossie-Situation »
Paperback / 174 bladzijden / uitgave 1979
taal (talen) : duits
afmetingen : 240 (h) x 170 (b) x 12 (dk) mm
gewicht : 345 gram
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Professor Dr. Fernand Hoffmann hat sich seit Jahren weit über die Grenzen Luxemburgs hinaus als einer der besten Kenner der Kultur seines Landes einen Namen gemacht. Insbesondere ist Fernand Hoffmann der maßgebliche Historiker der luxemburgischen Mundartdichtung. Dank seiner intimen Kenntnis der internen Verhältnisse Luxemburgs erhalten wir ein Bild des Sprachengebrauchs in Luxemburg, wie wir es wohl für kein anderes mehrsprachiges Gebiet mit deutscher Sprache besitzen.

Die luxemburgische Triglossie-Situation zwischen Letzeburgisch (Letzebuergesch), Standarddeutsch und Standardfranzösisch ist in ihrer Art in Europa einmalig.

Zum einen ist Luxemburg, abgesehen von Malta, das einzige Land Europas, in dem einer “exoglossischen”, einer mehr oder minder nur schulisch erworbenen und nicht auf der Primärsprache des Kindes aufbauenden Standardsprache, nämlich dem Französischen, neben der primären Muttersprache ein bestimmter fester Platz im kulturellen Leben des Landes eingeräumt ist und deren fortdauernde intensive Pflege als konstitutiver Teil der nationalen Kulturtradition betrachtet wird.

Zum anderen ist Luxemburg die einzige Region im deutschen Sprachraum, in der die einheimische Mundart, das Letzeburgische bzw. ein Gemeinletzeburgisch als Koine der verschiedenen Orts- und Gebietsmundarten, eine solche Ausweitung des Gebrauchs und des Ausbaus erreicht hat, daß sie in wichtigen “Domänen” des Sprachgebrauchs, vor allem auch im kirchlichen Leben (Predigt; Hochzeitsliturgie, Kasualien), die deutsche Standardsprache vielfach ersetzt hat. Ein wichtiger Unterschied im Verhältnis Mundart vs. Standardsprache zur Situation in der Schweiz besteht in Luxemburg darin, daß es für das Gesamtgebiet der schweizerdeutschen Orts- und Gebietsmundarten keine gemeinsame Koine gibt und nur partielle Ausgleichstendenzen zu beobachten sind.

Die grundlegende geschichtliche Perspektive hatte dem Letzeburgischen bereits Robert Bruch gegeben. Mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten, insbesondere der “Grundlegung einer Geschichte des Luxemburgischen” (1953), ist Robert Bruch hier wegweisend geworden.

Diese historischen Untersuchungen erfahren nun durch die Studie von Fernand Hoffmann eine wertvolle synchrone Ergänzung, die auch Typologie und Soziolinguistik der Triglossie-Situation in Luxemburg berücksichtigt.

Die Art, wie z.B. der Sprachengebrauch der Luxemburger bei privaten Notizen, bei privatem und nichtprivatem Briefwechsel zwischen Luxemburgern, ferner bei Inschriften, Plakaten und Anzeigen geschildert wird, führt uns in soziolinguistische Bereiche der Sachprosa, die bis jetzt noch nicht mit der gebührenden empirischen Detailliertheit untersucht worden sind.
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